1974 am 12. Februar geboren.

Foto: © Peter Piek
"Das Fragmentarische und Dissoziative scheinen perfekt
geeignet, das Urbild unserer Wirklichkeit abzubilden: Im Rauschen der
medialen Eindrücke ist einzig das Flüchtige von Bestand. Die Bilder von
Goller sind in der Lage, beide zu vereinen: Die Flüchtigkeit, denn wir
können in ihnen hin und her zappen, und jeder Quadratzentimeter der
Leinwand eröffnet uns eine neue Geschichte und einen neuen Horizont;
Die Beständigkeit, denn wir wissen und erkennen im Bild, dass hinter
jedem Fragment eine nicht beliebige Vorgeschichte steht, ein
schwieriger Kampf im künstlerischen Prozess, der dauerhaft in den
Tiefen der Leinwand weiter tobt.
Der Künstler ist der Rebell, der hinausschaut, die Welt schaut, sich
dadurch aber auch isoliert, und daran zerbrechen kann. Goller hat diese
Erfahrung am eigenen Leib gemacht, wird aber keineswegs müde, seine
Auffassung von Welt weiter in seiner Malerei zu vermitteln. Bis heute
hat er schon ein sehr umfangreiches Oeuvre geschaffen, das eigenständig
und ungewöhnlich ist. Seine Malerei ist ein Angebot und eine
Aufforderung an uns, einen anderen Blick auf unsere Welt zu richten.
Dabei sind hier aus der Fülle der inhaltlichen und formalen Motive nur
einige wenige zur Sprache gekommen. Es ist noch viel zu entdecken..."
Torsten Obrist, publiziert im Katalog
"Rumpelstilzchen", Saarländisches Künstlerhaus 2008