Entrée

Galerie Weise 8.8. - 15.9.2001

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© Foto: Privat

Galerieinfo:
Vom 8. August bis zum 15. September fördert die Chemnitzer Galerie Weise unter dem Titel ENTRÉE die Arbeit zweier
junger Künstler, die bisher bei Weise noch nicht zu sehen waren und denen durch diese Ausstellung der Zugang zum
professionellen Kunstmarkt erleichtert werden soll. 

Michael Goller, 1974 geboren, studierte von 1995 bis 1999 Medientechnik an der Hochschule Mittweida – University of Applied Sciences, wo er im Jahre 2000 einen Lehrauftrag für Mediendesign hatte. 
Michael Gollers Kunst ist beeinflusst von skriptual arbeitenden Künstlern wie auch von expressiver Malerei. Als Bewunderer des Medienzeitalters und professionell im Umgang mit den neuen Medien ist er trotzdem leidenschaftlicher Maler. Bei der Verbindung von Schrift und Bild, die Michael Goller in zahlreichen Werken anstrebt, spielen die Aspekte des Miteinanders, der Vernetzung und der Kommunikation eine wesentliche Rolle. Die beste Wirkung seiner Bilder liegt in einer Synthese aus Wort und Bild. Zum Zwecke des Verständlichmachens seines bildhaften Denkens, dient Michael Goller die Schrift auf seinen Bildern. Michael Goller gehört zu der Generation von Künstlern, die mit Wort und Bild arbeiten und die mit der Synthese beider Kunstformen ein gemeinsames Ziel, die nichtrationale Erkenntnis, verfolgen. Seine symbolträchtigen pastosen Malereien erscheinen mir von besonderer Hintergründigkeit. Sein Temperament lebt auf in der Farbe. Er trägt sie vehement und doch überlegt, mit gezügelter Energie auf um den Inhalt, der ihm immer wichtig ist, maximal vermitteln zu können. Goller hinterlässt auf der Leinwand Spuren und Gesten, Andeutungen von Figürlichem, scheinbar flüchtige Notizen und eingearbeitete Fundstücke unseres schnelllebigen technoiden Zeitalters. Seit einiger Zeit durchläuft Michael Goller die dramatischer Entwicklung expressiver Malerei. Seine starken und symbolbeladenen pastosen Malereien sind von besonderer Hintergründigkeit.

Der ebenfalls 1974 geborene Michael Knauth erhielt seine erste künstlerische Ausbildung durch den bei Annaberg lebenden Maler Karl-Heinz Westenburger. Er studiert seit 1997 am Institut für Kunst und Kunsttherapie in Bochum und ist dort noch Studierender in der Meisterklasse des Dresdner Malers Prof. Bruno Konrad. Knauth`s Bilder vermischen Elemente des Fotorealismus mit Pop-Art und Konzeptkunst. Er setzt fotorealistische Porträts mit aus der Welt der Werbung entlehnten Artefakten in Beziehung und schafft so eine Bildwelt zwischen Werbeästhetik und altmeisterlich anmutendem Realismus. 
Bei seinen Bildern schafft Michael Knauth oft Bezüge zwischen Lyrik und Malerei. Dabei bestehen Lyrik und Bild jeweils als eigenständige Kunstwerke. Die Worte „blühend“; „gründlich“ und „übersatt“ sind aus einem Gedicht des Berliner Lyrikers Hanns Graaf geliehenen Begriffe, die das Gedicht abstrahieren und darüber hinaus dem Maler als Ausgangspunkt einiger Bilder dienten. Eine durch den Besucher begehbare Installation, bei der mittels Diaprojektoren die Wirkung moderner Werbekonzepte aufgegriffen und umgesetzt wird, ist ein Hauptbestandteil der Ausstellung. Die vier wichtigsten Bilder des Projektes „In Ewigkeit bleibt alles bis es fällt“ aus dem Jahre 2000 sind ebenfalls in der Ausstellung zu sehen. Es sind auf große Glastafeln gedruckte Aktfotografien die mit Lyrikfragmenten überlagert sind. 
Der 27 jährige Künstler der in der Nähe von Chemnitz lebt, stellte seine Arbeiten bereits auf internationalem Parkett aus.
Michael Knauth war 1998 Teilnehmer an der JugendKunstBiennale in Hof. Durch ein Austauschprojekt der Hochschulen
Bochum und Hefei (China) werden Arbeiten von ihm zur Zeit auch in China gezeigt. 

landschaft

Landschaft
2000, Öl auf Leinwand, 28 x 36 cm

mittweida

Mittweida
2001, Öl auf Leinwand, 90 x 115 cm